Bürgerentscheid und Ratsbegehren in der Stadt Fürstenfeldbruck am 18.01.2026

Die Bürger der Großen Kreisstadt Fürstenfeldbruck sind am Sonntag, 18.01.2026 aufgerufen, sich hinsichtlich der Frage nach dem künftigen Verlauf der B2 zu äußern. Aufgrund des frühen Termins im neuen Jahr wurden, um jedem – sogar trotz Weihnachtsurlaub – die Teilnahme zu ermöglichen, allen Wahlberechtigten unaufgefordert Briefwahlunterlagen zugeschickt, egal ob von den einzelnen Briefwahl oder eine Abstimmung im Wahllokal bevorzugt wird. Damit dürfte wohl sichergestellt sein, dass eine ausreichende Wahlbeteiligung gegeben ist.

Grundsätzlich wird schon seit Jahrzehnten über mögliche B2-Trassen durch die Stadt diskutiert. Es gab Bürgerentscheide 2008 und 2009 über einen dritte Amperquerung. Schon im Jahr 2016 gab es einen Antrag der SPD, die B2 auf die LKW-Route zu verlegen.

Im Mai 2025 wurden im Stadtrat mehrere Entscheidungen zur B2 getroffen, unter anderem hat eine Mehrheit die Verlegung der B2 auf die bestehende LKW-Route entschlossen, dazu eine Machbarkeitsstudie über eine 3. Amperquerung, für eine neue B2 Route.

Der Bürgerentscheid war eine Reaktion auf diesen Beschluss und erreichte mit ausreichend Unterschriften die Zulässigkeit. Dagegen stellte der Stadtrat das Ratsbegehren.

Wer sich dennoch informieren möchte, hat hier mehrere Möglichkeiten. Am Donnerstag, den 08.01.2026 gibt es z.B. um 17:30 Uhr eine Informationsveranstaltung in der Tenne des Veranstaltungsforums, danach um 19:00 eine Diskussion.

Da die Bürger sich zwischen dem Bürgerbegehren der Bürgerinitiative ‚Verbleib der B2 in der Innenstadt‘ und dem Ratsbegehren der Mehrheit des Stadtrates ‚Verlegung der B2 aus der Innenstadt‘ entscheiden können, gibt es von beiden Seiten jeweils eine Homepage zum Thema.

Zusätzlich besteht über die Brucker Stadtgespräche eine weitere Informationsmöglichkeit – von der die Bürgerinitiative sicherlich weniger begeistert sein dürfte, da hier zwar Neutralität vermittelt werden soll, aber dennoch das Ratsbegehren gestützt wird. https://brucker-stadtgespraeche.de/zukunft-der-b2/

Auch wir als VCD Kreisverband für Fürstenfeldbruck und Starnberg positionieren uns eindeutig für das Ratsbegehren! Denn wenn man hinsichtlich der Steuerung des Straßenverkehrs in der Altstadt als Stadtrat selbst das Ruder in die Hand bekommen will, führt an einer Verlegung der B2 aus der Innenstadt kein Weg vorbei – ganz egal welche Maßnahmen später folgen werden. Nur so ist auch eine Verkehrswende möglich. Wer sich dagegen für eine Verbleib der B2 in der Innenstadt ausspricht, lässt zu, dass ein externes Straßenbauamt die verkehrlichen Dinge in Brucks Wohnzimmer regelt – sicherlich oftmals entgegen der Wünsche der Stadt.

Der aktuelle Bürgerentscheid gegen die Verlegung der B2 begründet dies hauptsächlich damit, eine dritte Amperquerung auf Kosten des Bundes würde mit der Verlegung unrealistisch.

  • Für eine dritte Amperquerung und eine Umfahrung der Brucker Innenstadt wird immer auch ein Tunnel benötigt werden. Eine Realisierung würde damit kürzetens 20, eher aber 40 Jahre dauern. Die Entwicklung der Innenstadt wäre über diesen Zeitraum blockiert.
  • Die Kosten für so eine Lösung wären in anderen Verkehrsprojekten (z. B. S4-Ausbau) besser angelegt.
  • Die aktuelle Schwerlasttrasse mit dem Umweg wirkt positiv, denn entsprechend niedrig ist der Anteil an Schwerlastverkehr (4-5%). Eine kurze Route durch die Stadt würde neuen Verkehr anziehen, auch neuen Schwerlastverkehr.
  • Seit Jahren ist die Situation für Fußgänger und Radfahrer sowohl in der Fürstenfelder-, Oskar-von-Miller-Straße unzulänglich, wie auch auf der Augsburger-, Haupt-und Münchner-Straße. Eine Verlegung der B2 bietet Chancen dieses in naher Zukunft zu verbessern.

Im Zeichen von Baustellen – der S-Bahn-Fahrplan 2026

Wie gewohnt gilt bei der Bahn ab dem 2. Sonntag im Dezember ein neuer Zugfahrplan und wie so häufig führt er zu keinen großen Neuerungen im 444 Kilometer langen Münchner S-Bahn-Netz. Allerdings erkennt man zwei Trends: Baustellen bringen einiges durcheinander und schwach nachgefragte Züge entfallen auf einigen Abschnitten – meist in den späten Abendstunden (u. a. mehrere Züge jeweils bei der S3 zwischen Maisach-Mammendorf, bei der S4 zwischen Grafrath-Geltendorf, bei der S6 zwischen Starnberg-Tutzing). Dafür werden an anderen Stellen im Netz einige Abschnitte öfter befahren.

Eine große Änderung für alle Fahrgäste aus dem München Westen und damit für die Linien S3, S4, S6 und S8 wird es ab Juni geben: der Halt in Laim stadteinwärts entfällt, weil der Bahnhof für die 2. Stammstrecke umgebaut wird (die DB will den Bahnhof bis 2028 viergleisig bauen, damit später das Umsteigen zwischen den beiden Stammstrecken und der Anschluss zur Straßenbahn möglich wird.) Nur die S5 kann noch stadteinwärts halten – wer also in Laim aus- oder umsteigen muss, muss zuvor in Pasing auf die S5 wechseln.

Größere Baustellen und Tempobeschränkungen auf der Allgäustrecke wirken sich ab Februar auf die S4 aus. Einmal pro Stunde wenden die Züge vorzeitig in Buchenau statt in Geltendorf, dafür fahren die bisher in Grafrath wendenden S-Bahnen weiter bis Geltendorf. Zur Hauptverkehrszeit müssen einige Züge zwischen Buchenau und Geltendorf entfallen. Die S20 pendelt in der Regel nicht mehr auf der S4-Strecke, sondern nur zwischen Höllriegelskreuth und München-Pasing – ausgenommen zwei Züge am Spätnachmittag bis Geltendorf.

Eine andere große Baustelle betrifft das Westkreuz. Die DB errichtet eine Brücke für die S-Bahn-Gleise („Überwerfungsbauwerk“) mit dem Ziel, die beiden Linien S6 und S8 kreuzungsfrei zu führen und damit Verspätungsursachen zu minimieren. Mehrwöchige Sperrungen mit Ersatzverkehr stehen im Juni, August und Oktober/November sowie zusätzlich an einigen Wochenenden an.

Einen Zuwachs verzeichnet unter dem Strich die S8. Um den Takt am Wochenende zu vereinheitlichen, fahren einige zusätzliche Züge bis Herrsching. Der 20-Minuten-Takt von und zum Ammersee startet damit sonntags bereits ab 8:00 Uhr.


Weitere Infos:

https://beg.bahnland-bayern.de/de/aufgaben/planen/fahrplan/fahrplanwechsel

https://www.deutschebahn.com/de/presse/presse-regional/pr-muenchen-de/aktuell/presseinformationen/Fahrplanwechsel-Das-bringt-2026-fuer-Fahrgaeste-der-S-Bahn-Muenchen-13695536


Eisbär-Alarm: Was Starnberg anstelle des Tunnels braucht

Freitagnachmittag Ende Oktober in Starnberg, der Feierabend-Verkehr staut durch die Stadt. Plötzlich betreten zehn Eisbären die verstopfte Kreuzung am Tutzinger-Hof-Platz. Friedlich laufen sie bei Grün über die Ampel, stehen kurz, um ihre Botschaft „STOP DEN TUNNEL“ zu zeigen, und trotten dann weiter.

Wie könnten wir die Straßenflächen in Starnberg ohne Tunnel unter den Verkehrsteilnehmer.innen gerecht und zukunftsweisend aufteilen? (Die Eisbär:innen)

Was wollen die Eisbär:innen?

Die Gruppe rund um Initiator Robert Philipp, einem Architekten aus Pöcking, will damit eine gerechte und zukunftsweisendere Mobilität im Landkreis anregen. Deshalb stellen die Eisbär:innen – darunter drei VCD-Mitglieder – unbequeme Fragen, zum Beispiel:

  • Wieviel CO2 spart der Tunnel unter Starnberg ein?
  • Könnte mit einer Milliarde Euro, die der Tunnel bis zur Fertigstellung kosten wird, auch eine neue Mobilität für Starnberg und Umland angestoßen werden?
  • Wie könnten die Straßenflächen in Starnberg ohne Tunnel unter den Verkehrsteilnehmer.innen gerecht und zukunftsweisend aufgeteilt werden?

Der Tunnel: Viele Mio. Euro für KEINE Entlastung

Die Fragen der Eisbär:innen beantworten wir so: Der Tunnel unter Starnberg wird uns viel CO2 kosten anstatt es einzusparen und keine Verkehrsentlastung für Starnberg bringen. Der Bund verbaut nicht Hunderte Mio Euro, um die Starnberger:innen vom Kfz-Verkehr zu entlasten. Das zentrale Ziel ist schlicht, die „Leistungsfähigkeit“ der B2 zu erhöhen.

Friedlich mahnende Eisbären mit Schriftzug "STOP" in Starnberg (2015)



Der Tunnel wird den Kfz-Verkehr lediglich zu Stoßzeiten unter die Erde verlagern. Dadurch wird er insgesamt mehr PKW-Verkehr anziehen, und das ist kontraproduktiv!

Auch der stets versprochene Rückbau zugunsten von Radfahrer: und Fußgänger:innen oberhalb des Tunnels erweist sich als Mogelpackung: Jahrelang gab es keine Pläne dazu. Nun wurde klar: Aus Sicherheits- und Wartungsgründen muss die Fahrbahnbreite oben erhalten bleiben. Das bedeutet keinen oder wenig Handlungsspielraum.

Tausende Tonnen Beton zu verbauen, ist aus Klimaschutzgründen obendrein indiskutabel.

Die steigende Kostenschätzung von 200 Mio (2020) auf 660 Mio Euro (2025) bestätigt den Eindruck: Der Tunnel wird ein klimaschädliches Millionengrab mit wenig Wirkung.

Was schlagen wir im VCD statt des Tunnels vor?

Wie können wir – nur entlang dieser Achse in Starnberg – eine zukunftsgerechte Mobilität schaffen, die Mensch und Natur dient? Folgende wirkungsvolle Maßnahmen ließen sich zum Beispiel ohne Millionengrab umsetzen:

  • Der Autobahnzubringer A952 wird auf eine Spur zurückgebaut. Die zweite, nun freie Spur wird Bussen und allen Fahrzeuge gewidmet, in denen mindestens drei Personen sitzen. So stärken wir Fahrgemeinschaften und ÖPNV-Nutzer.innen.
  • Ein Expressbus von und zur U3 in Fürstenried West wird eingerichtet. So wird der ÖPNV attraktiver und schneller.
  • Die zweite Fahrspur ab der Stadtgrenze stadteinwärts und vom Tutzinger-Hof-Platz bis zur Autobahn teilen sich Radfahrer.innen und Busse.
  • Die B2 läuft VOR dem Tutzinger-Hof-Platz auf eine Spur zum Geradeausfahren zusammen. So bleibt die Kreuzung bei „Rot“ frei, und die Sicherheit von Fußgänger.innen an der Ampel steigt. (2 Kinder wurden bereits überfahren.)
  • Auf der Hauptstraße wird ein Radfahrstreifen in beide Richtungen eingerichtet. Das bedeutet einige Parkplätze weniger, aber deutlich mehr Sicherheit für viele Schulkinder.
10 Eisbären protestieren friedlich gegen den Starnberger Tunnel (2025)

Was können Sie tun?

Eine Mobilität für Menschen ist Ihnen auch wichtig? Dann werden Sie Mitglied im VCD oder schreiben Sie uns. Wir setzen uns bundesweit, aber auch in Kreisgruppen für eine Verkehrswende mit Herz und Verstand ein.

VCD – Aktion -> Freie Gehwege

Der VCD richtet seinen Fokus mit der aktuellen Aktion „Freie Gehwege“ auf die Fußgänger.

Gehwege sind für Menschen da – nicht für Autos. Dennoch werden sie vielerorts, auch in unseren Landkreisen Starnberg und Fürstenfeldbruck, von parkenden Fahrzeugen blockiert.
Damit behindern parkende Autos auf Gehwegen Fußgängerinnen und Fußgänger beim Durchkommen – besonders Menschen mit Rollstuhl, Kinderwagen oder Rollator.

Der VCD ruft Bürgerinnen und Bürger dazu auf, enge und gefährliche Gehwegabschnitte über ein Online-Tool zu melden. Die gesammelten Daten werden nach Abschluss der Aktion in einer Online-Karte veröffentlicht, um Risiken sichtbar zu machen, kommunale Verantwortliche zu informieren und den Druck auf Politik und Verwaltung zu erhöhen.

Über ein Online-Formular des ökologischen Verkehrsclubs VCD können Bürgerinnen und Bürger seit dem 20.Oktober Orte eintragen, an denen regelmäßig Fahrzeuge auf dem Gehweg parken und das Durchkommen erschweren. Die gemeldeten Stellen werden auf einer Online-Karte sichtbar gemacht und vom VCD-Kreisverband FFB-STA an die zuständige Kommunen weitergegeben – mit der Aufforderung, Maßnahmen zu prüfen und das Gehwegparken dort zu unterbinden.

Ziel der Aktion ist es, Gehwege wieder sicher und barrierefrei nutzbar zu machen – für Kinder, Ältere, Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer und alle, die zu Fuß unterwegs sind. Die Aktion unterstützt zentrale Ziele der Verkehrswende wie die Vision Zero, ein aktives Parkraummanagement und die nationale Fußverkehrsstrategie.


Einladung zur Mitgliederversammlung am 10. November 2025

Hiermit laden wir herzlich zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung ein:

  • Am Montag, 10. November 2025 um 19:30 Uhr
  • Im Schützenhaus Gilching, Talhofstraße 22, 82205 Gilching
    Bushaltestelle Gilching, Gymnasium gleich vis-a-vis,
    15 Minuten Fußweg vom S-Bahnhof Neugilching oder Gilching-Argelsried

Schwerpunktthema dieser Mitgliederversammlung wird die Kooperation mit unseren angrenzenden Kreisverbänden sein. Denn die Verkehrsbeziehungen zwischen München und Umland erfordern einen Blick über den eigenen Tellerrand hinaus.

Zunächst wollen wir aber zwei konkrete Beispiele unserer Verkehrswende-Aktivitäten vor Ort vorstellen:

Verkehrsberuhigung Schöngeisinger Straße in Fürstenfeldbruck
Oliver Lange wird über den beschwerlichen Weg zur Entstehung eines verkehrsberuhigten Geschäftsbereichs in der Stadt Fürstenfeldbruck berichten.

Eisbären-Walk in Starnberg
Andrea Schmölzer stellt anhand des Eisbären Walks in Starnberg unsere Möglichkeiten neuer Aktionsformen vor.

Tagesordnung der Mitgliederversammlung

  1. Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden (Versammlungsleiter)
  2. Feststellung der fristgerechten Einladung, der Beschlussfähigkeit, sowie Beschluss zur Genehmigung der Tagesordnung
  3. Genehmigung des letzten Protokolls
  4. Bericht des Vorstandes, des Schatzmeisters und der Kassenprüfer
  5. Aussprache und Entlastung des Vorstandes
  6. Nachwahl zum Vorstand
  7. Verabschiedung des Haushaltsplans
  8. Kooperation des Kreisverbandes VCD-FFB-STA im VCD:
    mit Arbeitsgruppen, über einen möglichen Regionalverband, als Kreisgruppe(n)?
  9. Anträge und Verschiedenes

Eigene Anträge bringen Sie bitte bis eine Woche vor der Versammlung schriftlich ein unter dialog@vcd-ffb-sta.de.

Unsere Veranstaltung ist öffentlich und unsere Einladung richtet sich an alle am Thema interessierten Mitmenschen.

Westumfahrung Starnberg weiterhin problematisch für den Radverkehr

Die Westumfahrung Starnberg bleibt weiterhin eine Belastung für den Radverkehr im Landkreis Starnberg. Trotz konzipierter Alternativrouten zeigt sich, dass durch die Westumfahrung Starnberg eine Lücke im Radwegnetz des Landkreises darstellt, die dringend geschlossen werden muss. Die Verbindung zwischen Weßling/Hochstadt und Starnberg ist für den Alltagsverkehr weiterhin von hoher Bedeutung, denn die langwierigen Umwege im offiziellen Radwegnetz machen eine Nutzung umständlich und unattraktiv

Besonders die versetzte Querung bei Mamhofen stellt eine akute Gefahrenquelle dar, die die Sicherheit der Radfahrer erheblich beeinträchtigt. Aber auch die Nord-Süd-Verbindung zwischen Oberbrunn und Hadorf, Richtung Perchting und Andechs, ist durch bauliche Gegebenheiten, den Schwerlastverkehr sowie hohe Geschwindigkeiten auf der Westumfahrung äußerst unangenehm und gefährlich. Adäquate Alternativrouten fehlen, was die Situation zusätzlich verschärft.

Fehlende Radrouten und Gefährdungen an der Westumfahrung Starnberg bei Mamhofen, Kartenquelle: Bayernatlas

Betroffen sind Radfahrer aller Art – vom Alltags- über Freizeit- bis hin zum touristischen Verkehr. Ortskundige berichten von Begegnungen mit Touristen, die an der Westumfahrung strandeten und nicht mehr weiterwussten. Die Problematik tangiert also auch den wirtschaftlich relevanten Tourismussektor im Landkreis.

Um die Sicherheit und Mobilität zu verbessern, fordern wir kurzfristige Maßnahmen im Bereich Mamhofen: Die Einrichtung von Gefahrenschildern, Tempo 60 sowie Piktogrammketten an der versetzten Querung. Mittel- bis langfristig sind baulich getrennte, sichere Radwegverbindungen notwendig, für alle Verbindungen im Bereich Weßling/Hochstadt, Oberbrunn, Starnberg und Perchting, inklusive einer sicheren Querung bei Mamhofen.

Bereits im März 2024 wurde die Westumfahrung Starnberg auf unserer Mitgliederversammlung thematisiert. Zwischenzeitlich haben sich mehrere betroffene Fahrradpendler gemeldet und bestätigen die kritische Lage. Deshalb beginnen wir nun mit der Öffentlichkeitsarbeit und bereiten weiterer Gespräche mit den zuständigen Stellen vor.

Für Betroffene und Interessierte wurde die Kontakt-E-Mail-Adresse mamhofen@vcd-ffb-sta.de eingerichtet, um weitere Erfahrungsberichte zu sammeln. Melden Sie gerne oder teilen Sie Ihre Erfahrungen direkt hier in einem Kommentar.

Am 7. Juli 2025 veröffentlichen wir gemeinsam mit dem ADFC Starnberg die folgende Pressemittelung:

Mehr Aufenthaltsqualität und Verkehrssicherheit in der Schöngeisinger Str. in Fürstenfeldbruck

Das Verkehrsforum FFB hat eine Online-Petition gestartet, für mehr Aufenthaltsqualität und Verkehrssicherheit in der inneren Schöngeisinger Straße. Wir unterstützen diese Petition, die mit einer möglichst großen Zahl an Unterschriften die Stadt bei weiteren Verkehrsberuhigungs- und Begrünungsmaßnahmen unterstützen möchte, nach dem Motto „Straßenraum ist Lebensraum!“

Das Verkehrsforum FFB will damit auch ein Zeichen setzen gegen die regelmäßigen Anfeindungen gegen diese vom Stadtrat beschlossen Maßnahmen, auch über Beschwerden bei der Regierung von Oberbayern.

Bitte unterstützen Sie deshalb diese Online-Petition, die Sie hier erreichen können:

Es ist geplant, die Unterschriften im Juli an den Oberbürgermeister der Stadt Fürstenfeldbruck zu übergeben.

VCD-Petition für den Erhalt der Familienreservierung

Mit dem am 15.06.2025 in Kraft getretenen Kleinen Fahrplanwechsel hat die Deutsche Bahn (DB) die Familienreservierung im Fernverkehr abgeschafft. Eine vierköpfige Familie muss nun für Hin- und Rückfahrt 44 Euro allein für die Sitzplätze zahlen. Der ökologische Verkehrsclub VCD setzt sich weiter für den Erhalt ein. Seine Petition an den DB-Vorstand wurde bereits mehr als 85.000 Mal unterzeichnet (Stand: 16. Juni, 10:30 Uhr).

Bitte unterstützen auch Sie diese Petition für die Rücknahme dieser unsozialen und nicht zu Ende gedachten Fehlentscheidung!

Die Online-Petition finden Sie hier:

Die Kampagnenseite des VCD Bundesverbandes finden Sie hier:

Kleine Anfrage zu NGOs im Bundestag

Mit einer 551 Fragen umfassenden sogenannten Kleinen Anfrage an die Bundesregierung hinterfragen CDU und CSU die wertvolle und demokratiefördernde Arbeit unzähliger zivilgesellschaftlicher Organisationen. Sie unterstellen, dass mit staatlichen Geldern parteipolitische Zwecke verfolgt werden würden. Auch wenn der VCD in der Anfrage nicht aufgeführt wird, möchten wir dennoch kurz folgendes erklären:

Der VCD Kreisverband Fürstenfeldbruck-Starnberg e.V. ist unabhängig und überparteilich. Unser Verein empfängt keine öffentlichen Finanzmittel, sondern finanziert sich ausschließlich über Einnahmen im ideellen Bereich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Unser Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke und tritt ein, für ein menschen- und umweltverträgliches Verkehrswesen. Unsere Gemeinnützigkeit wurde zuletzt 2024 vom Finanzamt Fürstenfeldbruck geprüft und bestätigt.

Der Einsatz für unseren satzungsgemäßen Vereinszweck macht uns implizit auch politisch, aber nicht parteipolitisch. Des Weiteren verweisen wir auf die Pressemitteilung des Deutschen Naturschutzring (DNR) zur hohen Bedeutung des zivilgesellschaftlichen Engagements in Deutschland, und empfehlen die aktuelle Campact-Petition zur Angelegenheit zu unterstützen.

Für weitere Rückfragen stehen wir Ihnen unter dialog@vcd-ffb-sta.de jederzeit und gerne zur Verfügung.

AGFK Fachgespräch in Rahmen der Messe f.re.e in München

Am Donnerstag, 20.02.25 fand, unter Teilnahme von Minister Bernreiter, auf dem Münchner Messegelände ein Fachgespräch der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern (AGFK) statt.

Das bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr fasst den Termin auf seinen Sozial-Media-Plattformen wie folgt zusammen:

„Bayern setzt aufs Fahrrad! Bis 2030 sollen 1.500 km neue Radwege entstehen, um die Mobilität nachhaltig zu fördern. Verkehrsminister Christian Bernreiter hat wichtige Leitfäden dazu bei der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern (AGFK) auf der Messe f.re.e in München vorgestellt und sich mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Landesverband Bayern e.V. ausgetauscht.

„Die Stärkung des Radverkehrs in Bayern ist mir ein besonderes Anliegen“, so Bernreiter. „Aktuell entstehen fünf Leitfäden, um Kommunen bei der Planung und Umsetzung von Radwegen zu unterstützen. Die drei zu Ingenieurleistungen, dem Betriebsdienst auf Radverkehrsanlagen und zu Vereinbarungen zum gemeinschaftlichen Radwegebau sind bereits fertig. Sie enthalten wertvolle Hinweise und Empfehlungen für Radwegprojekte und sogar Musterverträge, die einfach individuell angepasst werden können!“

  • Die AGFK ist der wichtigste Partner des Verkehrsministeriums bei der Radverkehrsförderung in Bayern auf kommunaler Ebene.
  • Seit 2023 steht den Kommunen die neue Zentralstelle Radverkehr an der Landesbaudirektion für alle Fragen zur Verfügung.
  • An den Staatlichen Bauämtern Freising und Nürnberg wurden 2024 extra eigene Abteilungen „Radwegebau“ eingerichtet.
  • Der Freistaat hat in den letzten fünf Jahren über 200 Mio. Euro in den Radwegebau an Bundes- und Staatsstraßen investiert.
  • Insgesamt sollen 1.500 km neue Radwegen von 2022 bis 2030 gemeinsam mit den Kommunen entstehen.
  • Wir liegen voll auf Kurs: 2023 wurden 245 km neue Radwege in Bayern gebaut oder gefördert.“

Soweit der offizielle Wortlaut aus dem bayerischen Staatsministerium.

Das Fachgespräch der AGFK zwischen Herrn Bernreiter und Herrn Niedergesäß (AGFK-Vorsitzender), moderiert von Frau Christina Wolf vom Bayerischen Rundfunk, dauerte wegen Bernreiters eng gestecktem Zeitplan nur eine Stunde. Also viel zu wenig Zeit für einen echten Austausch des Fachpublikums (überwiegend aus den AGFK-Mitgliedskommunen) mit Herrn Bernreiter und seinem Ministerialdirektor. 

Fest steht nur, man steht zu den geringen Zielen aus dem bayerischen Radgesetz und der geringen Ausstattung mit Fördermitteln. Mehr ist also nicht drin, allen Bekundungen zur „Stärkung des Radverkehrs in Bayern“ zum Trotz.

Und beim Radgesetz sollte bitte nicht vergessen werden, dass dies Folge des erfolgreichen Volksbegehrens „Radentscheid Bayern“ ist, dessen Übernahme von der bayerischen Staatsregierung damals abgelehnt wurde (der bayerischen Verwaltungsgerichtshof durfte dies Mitte 2023 verkünden). Hier hatte das Ministerium ein eigenes, deutlich abgeschwächtes und wenig ambitioniertes Gesetz nachgeschoben und in Kraft gesetzt (90 m Radweg pro Jahr und Gemeinde!)  – ohne Abstimmung mit den Initiatoren und Unterstützern des Radentscheids.

Andernorts verkündete Innenminister Joachim Herrmann am gleichen Tag die Nachricht, wonach es im letzten Jahr in Bayern weniger Verkehrsunfälle und weniger Tote gab – allerdings nicht bei den Fahrradfahrern, ganz im Gegenteil!

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